EEW Energy from Waste Stavenhagen GmbH & Co. KG

EEW Energy from Waste Stavenhagen GmbH & Co. KG
Schulteusstr. 43b  17153 Stavenhagen
Tel.: +49(0)39954.24 62 20 | Fax: +49(0)39954.24 62 16

Dampf, Strom, Kälte, Druckluft oder Prozesswasser– die EEW Energy from Waste Stavenhagen GmbH & Co. KG liefert Ihnen die nötige Energie aus Ersatzbrennstoffen für einen reibungslosen Produktionsablauf. Wir übernehmen Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb ihrer Anlagen, kümmern uns um die Prozessoptimierung, Wartung und weitere Dienstleistungen.

Mit dem Ziel, die Kosten für den erheblichen Energiebedarf des Produktionsprozesses der Pfanni GmbH & Co. OHG zu reduzieren, wurde im Mai 2005 mit der Planung für die Errichtung eines Heizkraftwerkes begonnen.

Seit August 2007 wird der Pfanni-Produktionsstandort in Stavenhagen mit Prozessdampf und Strom zur Herstellung von Kartoffelprodukten vom EBS-HKW beliefert. Unter Einsatz von ca. 95.000 t/a Ersatzbrennstoffen erzeugt die Anlage 220.000 t/a Dampf und 50 GWh Strom. Das Heizkraftwerk sichert die Energieversorgung der Pfanni-Produktion sowie die eigene Versorgung.
Der Überschussstrom wird in das Netz des regionalen Energieversorgers eingespeist. Durch das Heizkraftwerk wurden außerdem 22 neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen.

Die EEW Energy from Waste Stavenhagen GmbH & Co. KG ist ein Unternehmen der EEW Energy from Waste GmbH. 1873 als die Braunschweigischen Kohlen-Bergwerke (BKB) in Berlin gegründet. Der Einstieg in das Geschäftsfeld der Abfallverbrennung erfolgte 1990. Im Jahr 2003 wurde die BKB das Kompetenzzentrum Abfallverbrennung im E.ON-Konzern. Ab 2008 war E.ON Energy from Waste (EEW) der größte Abfallverbrenner in Deutschland. 2013 erfolgte die Ausgliederung aus dem E.ON-Konzern und seitdem Energy from Waste. Die Energy from Waste GmbH ist ein führendes Unternehmen bei der Erzeugung von Strom und Wärme durch die thermische Verwertung und Beseitigung von Abfällen.

Seit August 2007 werden im Heizkraftwerk jährlich 95.000 t Ersatzbrennstoffe (heizwertreiche Abfall-fraktion) eingesetzt, um 220.000 t Dampf für die Fa. Pfanni (Kartoffelveredeler) zu erzeugen. Als Ne-benprodukt im Rahmen der Kraft-Wärme-Kopplung entsteht elektrischer Strom, den Pfanni zur De-ckung des Eigenbedarfs nutzt. Darüber hinaus wird der gesamte Strombedarf des Standortes gedeckt und der Überschussstrom in das Netz des regionalen Energieversorgers eingespeist. Das Heizkraft-werk sichert damit seine eigene Energieversorgung und die des Produktionsstandortes Pfanni Sta-venhagen.
Die Ersatzbrennstoffe werden vorwiegend aus der zwölf Kilometer entfernten Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) der Abfallbehandlungs- und entsorgungsgesellschaft mbH in Rosenow angeliefert.

Lastkraftwagen laden den Ersatzbrennstoff im Bunker ab. Mit Hilfe eines Krans gelangt der Brennstoff im Heizkraftwerk über ein Trichter- und Stößelsystem auf den wassergekühlten Brennrost. Auf dem Rost entzündet sich der Brennstoff und wird durch leichte, hydraulisch bewirkte Schubbewegungen der Rostfläche zum Ausgang des Feuerraums transportiert. Im Verlauf dieses Verbrennungsprozes-ses verwandeln sich die brennbaren Bestandteile des Ersatzbrennstoffs unter Zuführung von Luft in heiße Rauchgase. Die nicht brennbaren Bestandteile werden als Rostschlacke am Ende des Feuer-raums über ein Wasserbad abgekühlt und gelangen in den Schlackebunker. 

Die heißen Rauchgase übertragen ihre Wärmeenergie über Rohrwände und Rohrschlangen auf das Kesselwasser, das sich dabei in 400°C heißen Dampf verwandelt. In Kraft-Wärme-Kopplung stellt eine angeschlossene Turbine den im Kessel erzeugten Dampf auf die zur Kartoffelverarbeitung benötigten Druck- und Temperaturstufen ein. Dabei findet jedoch zu keiner Zeit ein direkter Dampfaustausch zwischen der Kartoffelproduktion von Pfanni und dem Nehlsen Heizkraftwerk statt. Als Nebenprodukt entsteht elektrischer Strom, den Pfanni zur Deckung des Eigenbedarfs nutzt.

Die im Rauchgas enthaltenen Schadstoffe wie Stickoxide, Schwefeloxide, Halogen- und Quecksilber-verbindungen sowie Schwermetalle scheidet die dem Dampfkessel nachgeschaltete Rauchgasreini-gungsanlage mit Wasch- und Filtereinrichtungen ab. Dabei entsteht über Staubfilter ein trockener Reststoff. Das gereinigte Rauchgas wird anschließend über einen 50 Meter hohen Schornstein abge-leitet. Die Rostschlacke sowie die Reststoffe werden über die Nehlsen-Gruppe verwertet bzw. entsorgt.